Der Kranich und der Wolf

Allanich (allein) wie ein Kranich, so fühle ich mich immer wieder. Ich bin gutbürgerlich in der Wiener Vorstadt aufgewachsen. Nach der Matura ich Architektur studiert, dann auf Medizin und dann Veterinärmedizin gewechselt. Das war aber beides nicht ganz meine richtige Fachrichtung. Dann lernte ich meine spätere Ehefrau Susanne kennen. Ihr Vater war Goldschmiedemeister und sie arbeitete in seiner Werkstatt.

Ich habe dann im unserem Familienbetrieb das Marketing für Ernst Burdis, Goldwarenerzeugung in 1100 Wien, übernommen und wir sind gut in den Gold(groß)handel eingestiegen. Als mein Schwiegervater in Pension ging, hat Susi den Gewerbeschein gelöst und wir haben bis 2000 mit Altwaren und & Antiquitäten gehandelt. Und ich habe auf der Uni Wien Kunstgeschichte & Numismatik inskribiert, das hat mir echt gefallen und ich denke, ich hätte gleich Kunstgeschichte studiert ahben sollen.

Wir eröffneten ein Antiquariat in der Wiener Margaretenstraße, Susi arbeitete mit Büchern und ich war für die Technik zuständig,  und eine Website, sfb.at, der Preisvergleich für Bücher. Als wir uns nach 10 Jahren Ehe trennten, übernahm ich die Website und Susi das Antiquariat. Aus der Website machte ich eurobuch.com, den Preisvergleich für Bücher. Ich habe das Portal in 10 Jahren groß gemacht.

Das Unternehmen musste ich aus einem Konkurs heraus 2011 zu einem sehr günstigen Preis an die Mediantis AG verkaufen.

Ich lebte wirklich und ich lebte gut bis dahin. Mir ist verständlich, dass es einsam ist an der Spitze und der Neid der kleinen Leute, der Parasiten grenzenlos war, das ist auch der Grund,  warum meine Geschichte von allen zeitzeugen durch Schweigen gebilligt wird.

Ich bin  also 2013 in Einsamkeit und Armut geraten, ich habe alles verloren und stand auf der Straße. Ich war dann 4 Jahre lang entweder real oder zumindest de facto obdachlos mit allen Konsequenzen, die Obdachlosigkeit mit sich bringt. Ich habe meine mein auf Werten basierendes Umfeld, meine Arbeit, all mein Geld und jeglichen Besitz verloren, meinen PC, meine Daten, meine Buchhaltung, alle wichtigen Dokumente wie Gutachten und Dokumentationen, meine Bonität, mein Telefon und alle Kontakte, meine sozialen Kontakte, meine Rechtsanspruch, nichts dieser normalen Dinge ist mir geblieben. Ich in einer Welt gelandet, die nicht meinen Werten entspricht.

Es ist mir unter diesen Bedingungen trotz fleißigster Bemühungen nicht gelungen, wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Aufgrund der erlebten Traumata erkrankte ich schwer und war bei Dr. Norbert Dobin in Behandlung. Seit 2015 bin ich in Invaliditätspension. Ich erhalte laut beigelegtem  Pensionsbescheid 830 EUR monatlich.

Ich war auf der anderen Seite des Lebens gelandet, in einer degoutanten Welt, die nichts mit meinem berühmten so sein, wie ich bin, meinem Verständnis von Leben zu tun hat. Die Welt in der ich gelandet bin ist eine Welt respektlose Weit, voll von Intrigen, Unterschichtenergie, Machtmissbrauch und Verrat. Die Dinge, die mir widerfahren sind und mit denen ich konfrontiert wurde sind so Letztklassik. Die Themen und Menschen, mit denen ich gezwungen war und bin, mich auseinander zu setzten sind niveaulos, billig, geschmacklos. Mir war die Existenz dieser Welt schon als Kind gewusst, allerdings in abstrakter Form, etwas, dass in mir Erbarmen auslöste für die Menschen, die in dieser Welt leben mussten und helfen wollte ich, aber niemals darin leben.

Diese meine Erlebnisse als armer Mensch, wo man sich keinerlei Dienstleistungen zukaufen kann, die Schwierigkeiten beschreibe ich in meinem autobiografischen Roman 7 Jahre durch die Hölle oder der Macho von der traurigen Gestalt.